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Übung und Ausbildung

St. Willibald: Übung in der Volksschule

FF St. Willibald zur Übersicht

Am Freitag, dem 15. Mai 2026, führte die Freiwillige Feuerwehr St. Willibald eine umfassende Alarmstufe-2-Übung in der Volksschule St. Willibald durch. Das realitätsnahe Übungsszenario simulierte ein Brandereignis während des laufenden Schulbetriebs und stellte damit eine besonders anspruchsvolle Einsatzlage dar. Ziel der Übung war die praxisorientierte Überprüfung der Einsatzabläufe bei einem komplexen Schadensereignis in einem öffentlichen Gebäude sowie die Vertiefung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren eingesetzten Kräften.

Unmittelbar nach der Alarmierung rückten die beteiligten Feuerwehren und Einsatzorganisationen zum Übungsobjekt aus. Bereits bei der ersten Lageerkundung durch die Einsatzleitung wurde eine starke Rauchentwicklung innerhalb des Schulgebäudes festgestellt. Aufgrund der angenommenen Lage galt es, mehrere vermisste Personen im stark verrauchten Objekt zu lokalisieren und zu retten. Die eingesetzten Atemschutztrupps begannen unverzüglich unter schwerem Atemschutz mit der systematischen Durchsuchung der betroffenen Gebäudebereiche. Parallel zur Menschenrettung wurden erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet sowie die einzelnen Einsatzabschnitte koordiniert aufgebaut.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Evakuierung der Schülerinnen und Schüler aus den oberen Stockwerken des Gebäudes. Mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr Peuerbach und der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Andorf konnten die betroffenen Klassen in den oberen Stockwerken rasch und geordnet evakuiert werden. Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll die hohe Bedeutung moderner Hubrettungsgeräte bei Einsatzlagen in öffentlichen Einrichtungen mit erhöhtem Personenaufkommen.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Übung war die Sicherstellung der Löschwasserversorgung über längere Wegstrecken. Innerhalb kurzer Zeit konnte durch die eingesetzten Kräfte eine leistungsfähige Wasserversorgung aufgebaut und damit eine durchgehende Versorgung der Löschleitungen gewährleistet werden.

Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung stand die EFU-Einheit der Feuerwehr St. Roman im Einsatz. Diese übernahm zentrale Aufgaben in den Bereichen Lageführung, Koordination, Dokumentation sowie Kommunikationsunterstützung und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zu einem strukturierten und effizienten Übungsablauf.

Auch moderne Technologien kamen im Rahmen der Übung gezielt zum Einsatz. Die Drohne der Feuerwehr St. Roman lieferte der Einsatzleitung laufend aktuelle Lagebilder aus der Luft und unterstützte dadurch maßgeblich die taktische Entscheidungsfindung sowie die Übersicht über die einzelnen Einsatzabschnitte.
Das Rote Kreuz war ebenfalls mit mehreren Kräften vor Ort und übernahm die medizinische Erstversorgung sowie die Betreuung der geretteten Personen. Durch die professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnte ein äußerst realistisches und praxisnahes Einsatzszenario dargestellt werden.

An der groß angelegten Übung nahmen insgesamt rund 130 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen teil. Unter den anwesenden Beobachtern befanden sich auch Vertreter der Gemeinde sowie die Direktorin der Volksschule St. Willibald. Diese zeigten sich von der hohen Einsatzbereitschaft, der professionellen Zusammenarbeit sowie der Leistungsfähigkeit der beteiligten Feuerwehren und Einsatzorganisationen äußerst beeindruckt.

Die Alarmstufe-2-Übung bestätigte einmal mehr die hohe Schlagkraft und Einsatzbereitschaft der beteiligten Kräfte. Gleichzeitig unterstrich sie die besondere Bedeutung regelmäßiger und realitätsnaher Übungen zur kontinuierlichen Optimierung der Einsatzorganisation und zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung.