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Am Samstag, 28. März fand im Gemeindegebiet Engelhartszell eine Ölwehrübung des Bezirks-Feuerwehrkommandos Schärding statt. Sechs Feuerwehren aus Oberösterreich und Bayern übten gemeinsam eine Totalsperre der Donau bei einem größeren Ölunfall im Donau Kraftwerksbereich Jochenstein. Knapp 100 Einsatzkräfte und zusätzliche Beobachter aus Oberösterreich und Bayern nahmen an der Großübung teil. Leider kam es beim Ausbringen der Ölsperre zu einem Unfall, wo ein 43jähriger Kamerad der FF Vichtenstein schwer verletzt wurde.
Der dafür ausgebildete Kamerad war als Windenführer eingesetzt und bediente die Motorseilwinde, welche die Sperre ans Ufer ziehen sollte. Diese war im Bereich des Oberwassers des Kraftwerks am Ufer (Vorbau des Kraftwerks) situiert. Im Zuge der Arbeiten rissen die Ölsperre, sowie das dazugehörige Seil. Winde und Seil trafen den Feuerwehrkameraden – welcher die komplette vorgesehene Schutzausrüstung samt Schwimmweste getragen hatte – am Oberkörper, schleuderte ihn rund 2 Meter zurück und verletzte ihn schwer. Weitere Kameraden wurden glücklicherweise nicht verletzt. Ausgebildete Ersthelfer kamen dem verunfallten Feuerwehrmann zu Hilfe, bis notärztliche Hilfe eintraf und die weitere Versorgung übernahm. Der Vichtensteiner wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus Europa 3 ins Klinikum Passau eingeliefert, wo er umgehend operiert wurde.
Die Übung – welche unter der Übungsleitung von Gerhard Haderer (BFKDO) und der Einsatzleitung von Patrick Birngruber (örtlich zuständiger Kommandant der FF Engelhartszell) – stattfand, wurde nach dem Unfall abgebrochen. In die Übung war auch der Kraftwerksbetreiber Verbund eingebunden.
Erleichterung kam bei jenen Kameraden auf, die von der Frau des Verunfallten noch am Abend besucht wurden und sie im Namen des 43jährigen ausrichtete, dass es ihm den Umständen entsprechend wieder besser ginge. Alle an der Übung beteiligten Feuerwehren, die übergeordneten Dienststellen, sowie der Verbund wünschen dem Kameraden auf diesem Weg alles Gute und eine schnelle Genesung!